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Das Ende einer Reise

Nun ist es so weit, meine Fotoweltreise neigt sich dem Ende zu. Mir bleiben noch rund 30 Stunden und ich betrete wieder, und das 2 Monate früher als geplant, Schweizer Boden. Dafür gibt es viele Gründe; Um dies einmal ein wenig zu schildern;

Psychologisch ----
Nach 4 Monaten des Reisens und zwar des INTENSIVEN Reisens, d.h. jeden Tag unterwegs ohne Geniesspausen, fällt es einem schwer alles zu verarbeiten und sich noch weiter zu motivieren, Neues sehen zu wollen. Dazu kommt die Einsamkeit, die mir die ersten 3,5 Monate doch recht zu schaffen gemacht hat. Denn als Landschaftsfotograf ist man doch meist alleine unterwegs.

Geographisch ---- Ich bin im Moment gerade in Neuseeland und bin von der Landschaft nicht wirklich begeistert. Das für viele schönste Land der Welt lässt sich für mich mit folgenden Sätzen beschreiben; Neuseeland hat Alles, von Gletschern über schöne Strände mit tiefblauem Wasser, bis hin zu Kalt-Regenwäldern. DOCH, Nach Patagonien beeindrucken einen die Southern Alps von NZ wenig, und nach den USA auch das übrige Land nicht wirklich. Strände findet man an vielen Orten der Welt schönere. Einzig der Regenwald ist besser als der von Chile, doch dafür 25 Stunden zu fliegen... In einem Satz; Neuseeland eignet sich für Leute, die in 4 Wochen Ferien pro Jahr so viel wie möglich sehen möchten, aber sonst noch nirgends waren, denn Neuseeland bietet so ziemlich alles, aber nichts haut einen wirklich aus den Socken. Ich persönlich bevorzuge es lieber das Geld für den Flug nach NZ in zwei Flüge in extremere Länder auszugeben. Neuseeland lässt sich selbst mit einem Wort beschreiben; "Hübsch" -- Wohingegen der Westen der USA und Patagonien bei mir ein "WOOW" verdient haben.

Finanziell ---- Mein Konto hat vor 2 Tagen den Nullpunkt erreicht. Und das 2 Monate früher als geplant. Warum? Die USA ist um einiges teurer als ich erwartet hätte; Exkursionen und Spezialausflüge kosten in allen Ländern sehr viel; Ein gewisser Luxus fehlt einem nach einigen Monaten doch ab und zu und man gönnt sich auch einmal eine Nacht in einem Hotel; Ich musste mehrmals einen Mietwagen haben, um an abgelegene Orte zu kommen; Ich fuhr viel mehr Kilometer als erwartet; etc.

Kosten der 4 Monatigen Reise - 26'000 CHF
- 80% auf Zeltplätzen und 20% in Hostels und Jugendherbergen
- geleisteter Luxus; wenig bis mittel
- Teuerstes Reiseland; USA - mit Mietwagen knapp 220 CHF pro Tag
- beschädigte Technik unterwegs; MacBook, 82mm CIR-POL-Filter, 2 x GND 9.0 Filter, Gesamthaft 2400 CHF
- sonstige unerwartete Kosten; Windschutzscheibe in NZ von Vogel zerstört, Plastikfront in den USA in Wash zerstört - Insgesamt 520 CHF



Wirtschaftskrise - Lächerlich!
Nun komme ich blank nach Hause, lese überall von einer Wirtschaftskrise, von der Ich unterwegs nichts gemerkt habe, und muss schnellstmöglich einen 80% Job finden, was ehrlich gesagt nicht so einfach sein wird, bei der ganzen Panikmacherei der Medien.
Meiner Meinung nach findet ein Grossteil einer Wirtschaftskrise in den Köpfen der Menschen statt. Die weltweite Presse betreibt zur Zeit Propagandaarbeit der schlimmsten Form und das Volk lässt sich davon steuern. Man stelle sich vor; in der Zeitung liest ein Arbeiter von einer drohenden Wirtschaftskrise, daraus resultiert eine Angst, die zur Folge hat, dass man sein Geld hütet und nicht mehr oft konsumiert. Wenn sich die Konsumenten zurückhalten kommt es zu einem Überangebot bei den Produzenten, diese wiederum reagieren darauf mit Entlassungen. Die Arbeitslosigkeit steigt und der Teufelskreis ist vollkommen. Das Volk ist die Marionette einiger machtausübenden Marionettenspieler. Es ist so einfach, und das war geschlichtlich gesehen schon immer so, das dumme Volk über Propagandaarbeiten der Medien zu lenken. Ich bin davon überzeugt, dass sich diese besagte "Wirtschaftskrise" sofort in Luft auflösen würde, wenn man die Medien positiv davon berichten würden und dem Volk die Hoffnung wiedergibt, denn Angst, und das ist es was gerade verbreitet wird, ist momentan die Antriebskraft der Wirtschaftskrise.


Doch wieder zurück zur eigentlichen Thematik. Dies und noch vieles weitere sind die Gründe für meine frühzeitige Rückkehr.

Da mich Neuseeland als Ganzes nicht besonders beeindruckt hat, wird auch kein Diavortrag abgehalten; doch Bilder bringe ich trotzdem ganz schöne nach Hause und somit wird auch ein Kalender produziert. Doch werde ich bei gegebener Zeit wieder nach Neuseeland kommen, mich aber komplett auf die Great Walks (DOC) spezialisieren.










Insgesamt 850 Gigabyte Bildmaterial konnte ich während den 4 Monaten und einer Woche des Reisens aufnehmen. Nun gilt es, sämtliche Bilder zu verfeinern, Sensorflecken wegzustämpeln, allfällige Bildfehler zu korrigieren, etc. Ebenfalls soll noch diesen Herbst der Multimediavortrag zu Patagonien anlaufen. Ich liebe diese Arbeit - darum werde ich damit auch schnell voran kommen.

Ein kurzes Fazit meiner Foto-Weltreise
- Eine berufliche Weltreise ist nicht mit einer gewöhnlichen Weltreise zu vergleichen; es fehlt vielfach das Entspannen und Geniessen und dies wiederum schlägt sich auf die Motivation - diese zu behalten wird zum ständigen Kampf.
- Wenn ich meine Bilder anschaue fühle ich sofort, was ich beim Aufnahmezeitpunkt gefählt habe, sehe sofort, was ich dort gesehen habe - Dies ist die Essenz der Landschaftsfotografie.
- Vieles kommt anders als geplant; Wochen- gar Monatelang morgens zum Sonnenaufgang aufzustehen und nur für die Fotografie zu leben ist NICHT möglich, es müssen Ablenkungszeiten eingeplant werden.
- Alleine zu reisen bedeutet vielfach Depressionen unterlegen zu sein, wer nicht der Backpacker und Weltenbummler-Typ ist, wird das nicht lange aushalten können. Umzukehren ist keine Schande, sondern Selbstschutz. Eine Reisedepression ist ein ernstzunehmendes Anzeichen dafür, nach Hause zu gehen.
- Reisen ist nicht gleich Ferien. Reisen ist anstrengend; vor allem wenn es beruflich ist; ständig auf die Festplatten aufzupassen, da darauf der Lebensunterhalt abgespeichert ist, wird schnell zur Tortur, man traut keinem mehr. Je weniger Wertsachen man dabei hat, umso mehr kann man das Reisen geniessen. Ich jedoch habe technische Materialien im Wert von rund 45'000 Franken im Rucksack, darunter sämtliche Bilder, die mein berufliches Leben sichern sollen, UND, ich bin alleine unterwegs und muss den Krempel selbst auf die Toilette auf dem Zeltplatz mitnehmen, weil mir das Geld fehlt, in einem Hotel zu schlafen.
- In einer wunderschönen Beziehung zu leben und dann alleine auf Reisen zu gehen ist Stress pur, für beide Partien. Es ist wohl das Härteste, was eine Beziehung durchmachen kann. Vielfach ist der emotionale Zustand in der Beziehung die leitende Kraft im Alltag. Wenn man abends 150 Kilometer weit fährt, nur um zum nächsten Internetcafe zu kommen, anstatt das Zelt ohne Sorgen und Bindung an einem schönen Plätzchen aufzubauen, ist der Genuss des Reisens oft sehr getrübt. Doch gibt es im Leben viel Wichtigeres als den beruflichen Werdegang, auch wenn das bedauerlicherweise immer mehr Leute anders sehen.

Nun, um 11.45 am Sonntag, 8. Februar ist meine Reise zu Ende...

Ich danke Euch allen für das fleissige Lesen meines Blogs. Ihr hört von mir.

Wichtige Informationen;
- Multimediavortrag PATAGONIEN; Herbst 2009 - Ostschweiz
- Kalender von Patagonien, USA, und Neuseeland; ab Sommer 2009
- Fotokurse ab März 2009 und ab Sommer 2009 zwei neue Kurse



6.2.09 06:36
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


thomas (6.2.09 18:55)
sehr schade dass es gegen ende hin doch so negativ wurde :/

in welcher finanziellen groessenordnung bewegt sich denn die reise wirklich?

mich wuerde dein patagonien multimediavortrag im herbst 09 in der ostschweiz interessieren, aber als oesterreicher bin ich leider gar nicht in der lage schweizerdeutsch zu verstehen
wird der vortrag in eurer urigen sprache abgehalten?

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