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Santiago de Chile

So, seit nun schon eineinhalb Wochen befinde ich mich in der Hauptstadt von Chile; in Santiago. Fast 5,5 Millionen Menschen in einer Stadt. Und für mich, der findet, dass bereits die Schweiz zu dicht besiedelt ist, ein absoluter Albtraum. Doch wo lernt man besser Spanisch, als im Ballungsraum selbst..
Meine ersten Erfahrungen in Chile stehen unter keinem guten Stern. Mein Flieger kam um 05.30 Uhr Sonntag morgens in Santiago an. Ich, seit beinahe 40 Stunden ohne Unterbruch wach, natürlich voll am Ende. Alles was ich in den Händen hatte, war die Adresse meiner Gastfamilie, die ich dem Taxifahrer in die Hand drücken musste. Sage und Schreibe 43 Kilogramm Gepäck musste ich bis zum Taxi schleppen. Und das nach so vielen Stunden des Sitzens. Nach rund 25 Minuten Fahrt hielt das Taxi vor einem schmucken Wohnblock und ich schleppte voller Vorfreude meine Kilos in den 3 Stock hoch. Oben angekommen öffnete eine verdutzt dreinblickende Frau die Tür und brabelte irgendwas auf Spanisch, das nichts Gutes heissen konnte. Man bat mich einzutreten und der Monolog der Dame erweiterte sich auf eine weitere Dame, die ebenfalls kein Wort Englisch sprach. Nach rund 30min der Diskussion, in die Ich nicht mit einbezogen werden konnte, gab man mir eine neue Adresse und Geld für das Taxi. Toll; die Familie hatte der Schule mitgeteilt, dass sie kein Zimmer mehr frei hatten, doch die Schule behandelte diese Information anscheinend so vertraulich, dass diese nie in der Schweiz ankam. Nach 20 Minuten des Wartens, nach bereits 42,5 Stunden Dauerwachheit kams ja auch nicht mehr drauf an, stieg ich ins Taxi und wurde zum nächsten Ort gebracht. Nachdem ich 3mal die Klingel betätigte, öffnete ein kleiner, rundlicher, aber sehr nett dreinblickender Hombre die Tür und mir wurde der Zutritt zum Haus gewährt. Toll, die wussten auch nicht dass ich kam. Nachdem ich um Schlaf gebeten hatte, wurde ich in eine Besenkammer mit einem Bett geführt. Doch war dieses Bett wohl eher für Hobbits statt für mich gedacht. Bis zu den Knien ragten meine Beine vorne raus, doch das war mich jetzt schnurtz. Zuerst wurde einmal richtig doll ausgeschlafen.
Dann wurde es nur noch besser. Noch am selben Abend konnte ich in ein grosses Zimmer mit Internetanschluss, etc. umziehen und die Arme Kreatur, die sich später als Sohn der Gastgeber herausstellte, musste für meine 2 Wochen in die Besenkammer verschwinden. Ich hatte natürlich aufgrund dessen wirklich ein schlechtes Gewissen, doch er und sämtliche anderen Familienmitglieder versicherten mir, dass dies nicht das erste mal sei und kein Problem darstellen würde. *FREU* Endlich einen konstanten Wohnsitz.
Am nächsten morgen suchte und fand ich die Schule und das nächste Problem kam auf mich zu. Bezahlt hatte ich für 2 Wochen Privatunterricht am morgen, eingeteilt hatte man mich für den Nachmittag. Nja, dann versetzte man mich für die erste Woche in eine Gruppenklasse und ich warte seither auf eine Entschädigung


Mi casa en Santiago

Aber nun zur Stadt selbst. MANN MANN MANN; Ich laufe mit Mitleid durch die Stadt. Mitleid mit allen Einwohnern. Der Smog ist aufgrund des Verkehrs so stark, dass die Allergierate, etc. vernichtend hoch sind. Doch entsteht dieses Problem aufgrund von zwei Faktoren; 1. Ist Santiago von Gebirge umricht und bildet ein Talkessel, indem sich die Abgasen stauen, und 2. Hatte die Regierung kürzlich das perfekt funktionierende ÖV-SYSTEM geändert und nun fahren alle mit dem Wagen umher. Obwohl fahren masslos übertrieben ist. JEDER hupt hier, immer, inständig. Die Chilenos sind anscheinend "Dauersauer" während dem Autofahren. Und wenn mal gerade niemand hupt, geht gleich ne Alarmanlage hoch. Zu diesem Lärm scheint einem noch die Sonne auf den Kopf, die aufgrund des geschädigten Ozonloches oberhalb von Santiago so stark ist, dass es lebensgefährlich wäre, ohne Sonnencrem oder Kappe länger als 30 Minuten diesen Strahlen ausgesetzt zu bleiben.
Doch die Chilenen sind eigentlich ein ganz nettes Völkchen. Sehr hilfsbereit und, wenn mans zuerst in spanisch probiert, sehr entgegenkommend, auch einmal ein paar Englischwörter zu sprechen. Einziges Manko erscheint die junge Generation zu sein. Die Jugend in Santiago lebt nur für eins; Party und Ausgang. Die Schwangerschaftsrate bei Jugendlichen, die wohl im Vollrausch alles vögeln was sich vögeln lässt, ist riesig, doch die Abtreibung, aufgrund der konservativen Einstellung der Regierung, verboten. Tja, darauf möchte ich nicht weiter eingehen, denn diese ethnische Frage wird ja weltweit diskutiert. Ich persönlich sehe das so; Ein Kind, dass auf einer Party von vielen gleichzeitig gezäugt wurde und aus einer Mutter entspringt, die gerade einmal seit einem Jahr die Geschlechtsreiffe erreicht hat, wird wohl nicht gleich geliebt und erzogen, wie ein Kind, dass auf Wunsch von zwei Liebenden, die sich auch kennen, bewusst gezäugt wurde. Wann jedoch ein Mensch im Uterus als solcher bezeichnet werden kann, ist Ansichtssache.
Wieder zurück nach Santiago. Trotz der enormen Grösse ist es einem selbst als Ausländer möglich, einzelne Adressen zu finden. Beispielsweise fand ich auf Anhieb den einzigen Laden in der City, der mir einen zweiten Akkuf für mein Satellitentelefon verkaufen konnte; Mein Stolz wurde daraufhin nur durch die schwere Atemnot in der Metro getrübt.
Mein Gasthaus befindet sich im relativ sicheren Providencia-Viertel am Fusse des San Cristobal, der übrigens eine wunderbare Aussicht auf die ganze Weltstadt bietet. Im Haus befinden sich zur Zeit das Gastgeberpärchen mit ihren zwei Jungs, sowie 5 weitere Studenten, darunter auch ein äusserst merkwürdiger Koreaner. Dieser Typ namen Kotee sitzt den GANZEN Tag in seinem Zimmer, DOCH Abends ab 18.00 Uhr beginnt es; äusserst merkwürdige Geräusche, und ein Gesang wie von einem kleinen Mädchen, umrahmt von einem äusserst perversen Stöhnen. Und das bis morgens um 03.00 Uhr, dann ist Ruhe. Doch schleicht er Nacht für Nacht durch die Gänge, und morgens um 6.00 nimmt er sein erstes Frühstück zu sich, doch sieht man ihn nie. Beim Abendessen erscheint er nur selten und wenn er dann doch mal erscheint, würdigt er uns keines Wortes und FRISST (wirklich frisst, ich muss mich fast übergeben, wenn ich dem zuschaue) sich beinahe zu Tode. Dann, nach dem Mal begibt er sich ohne ein Wort des Dankes wieder in sein Zimmer und niemand weiss, was er dort macht. Tja, wenigstens amüsieren wir uns ein wenig. Doch werden immer schön die Zimmertüren verriegelt...

PATAGONIEN - das Ende der Welt
Im Moment bereite ich mich fieberhaft auf meine 5 wöchige Patagonienreise vor. Geplant ist die Umrundung des Torres del Paine Bermassivs auf dem so genannten Circuito grande, sowie ein Besuch der Gletscherlagung bei El Calafate, eine Wanderung beim Fitz Roy, Perito Moreno, etc. sowie eine Fahrt mit dem Schiff von Puerto Natales nach Puerto Montt. Leider sind diese Orte so abgelegen, dass ich wohl nur ganz selten oder gar nicht über Internetzugriff verfügen werde. Doch am 2. Januar 2009 geht die Reise weiter nach Neuseeland. Spätestens dann präsentiere ich euch einige Perlen von Patagonien. Ich hoffe natürlich, dass mich das Wetter nicht enttäuscht und mich der Wind nicht umwirft, doch im Torres del Paine herrscht ein Klima das seines gleichen suchen muss. Kann es doch an einem Tag 20 Grad und Sonnenschein haben und schon wenige Stunden später schneit es einem bei Temperaturen um die 0 Grad um die Ohren. Ebenfalls ein bekannter Feind des Menschen ist der Wind. In Form von Böen vermag er es, selbst den stärksten Mann mit samt dem Rucksack auf den Boden zu schläudern.
Doch was mir in Patagonien alles wiederfahren wird / ist, werdet Ihr beim Diavortrag "Patagonien" Ende Jahr 2009 erfahren.


Diese Kappe wird mich wohl die nächsten 5 Wochen NIE mehr verlassen - SOGAR MIT MEINEN INITIALEN (San Francisco = Stefan Forster)

So, am Samstag morgen um 8.30 startet mein Flieger Richtung Patagonien. Wenn Ihr nichts mehr von mir hört, dann wünsche ich allen schöne Weihnachten und ein gutes neues Jahr. Nos Vemos!!!

26.11.08 18:37
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


David Kündig (27.11.08 12:15)
Sehr interessant deinen Blog zu lesen. Viel Spass in Patagonien! Gruss


debora (29.11.08 14:07)
neeiiii....so lang ghört und gseht mer nüt meh vo dir :-(

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