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SAN FRANCISCO - Das ENDE meiner 6 wöchigen USA-Reise

San Francisco - eine Grossstadt, die nichts desto trotz an Schönheit von keiner anderen in den USA erreicht werden kann. Malerische Häuser an solch steilen Strassen erbaut, dass man beinahe Angst hat, die Bremsen würden den Geist aufgeben. Der Golden Gate Park mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten mitten in den tropisch wirkenden Nebelwäldern - und das umringt von tausenden von Häusern. Das Geschäftsviertel mit seinen Wolkenkratzern, wenn man mitten drin steht und zuvor noch nie in New York war, denkt man sich automatisch - WOW!!! Und dann zum Schluss mein persönlicher Favorit; die GOLDEN GATE BRIDGE - eine Brücke, deren Fotografie zu Recht weltweit an so vielen Wänden hängt.

Doch bevor wir uns dieser Brücke, dem goldenen Tor von San Francisco widmen, fahren wir auf der Route 1 weiter hoch nach Norden zum Point Reyes National Seashore. Eine geschützte Landschaft, unweit vom pulsierenden Tages- und Nachtleben von San Francisco entfernt. Innerhalb von kurzer Zeit ist man beinahe ganz alleine. Man fährt, mit ein bischen Glück, durch nebelverhangene subtropischen Nebel- und Regenwald und kommt sich vor, als ob man in Neuseeland wäre.



Doch schon kurze Zeit später ändert sich die Landschaft so wahnsinnig, dass man denkt, durch die Grashügel und Küstenlandschaften von Irland zu fahren. Hätte man mich dort ausgesetzt, wären meine Vorstellungen bei Irland oder Schottland geblieben.



Diese Landschaft hat mich schon wahnsinnig fasziniert. Und seit mein Bruder am 2. November zu mir gestossen ist, nahm auch die Motivation zum Fotografieren rasch zu. Endlich konnte ich, wenn ich was tolles sah, rufen "HEY SCHAU MAL" und es kam eine Antwort. Zwar war es erst wieder eine Umstellung vom Leben ohne Kompromisse und mit günstigen Nächten Im Auto auf Motelnächte umzusteigen, aber es bringt schon EXTREM viel, wenn man zu zweit einen Roadtrip macht. Und wie wir dann so zu zweit aussahen;


Mein Bruder Pädi (links) und Ich!!

Und nun, fahren wir weiter Richtung San Francisco und das Glück war uns hold, ein Sonnenuntergang, der sich in sämtlichen möglichen Farben präsentierte. Sogar so stark, dass ich die Sättigung um 20% runtschrauben musste um den Kitsch-Effekt zu vertuschen.

Doch dies ist noch gar nichts. Denn ich hatte ein Traum vor Augen - an einem Ferienkartenstand sah ich ein Foto bei Tag und Nebel. Und aus dem Nebelmeer ragte nur die Spitze der Golden Gate Bridge. DIES war mein Ziel. Doch kann man das Wetter nicht beeinflussen und mir blieben nur 3 Tage. Doch das Wetter meinte es bereits am zweiten Tag gut mit mir. Die Golden Gate Bridge und ein Grossteil von San Francisco lag im Nebel. Somit rasten wir morgens um 10 zum Golden Gate Aussichtspunkt hoch, doch der Nebel wurde immer dichter und dichter. Enttäuscht stiegen wir wieder in den Wagen und fuhren zurück nach Downtown, dort suchten wir den erst besten Reisebus und für lächerliche 40 Franken pro Person verkaufte man uns einen Zweitagespass. Die Stadt lag im Nebel, und die Kälte nagte an uns. Gegen Ende des Tages fuhr der Bus mit uns noch über die Goldengate Bridge und was sah ich dort, eine ganz kleine blaue Stelle am Himmel. Sämtliche Energie mobilisierte sich in mir von Neuem und nach ELLENLANGEN Minuten auf dem Bus und einem Spurt von der Bushaltestelle bis zum Auto rasten wir zum zweiten mal Richtung Golden Gate Bridge. Der Nebel hatte sich wieder verdickt, doch meine Hoffnungen blieben aktiv. Beim obersten Parkplatz des Bermassivs neben der Brücke angekommen standen wir wieder in DICHTESTEM Nebel. Doch wir gaben nicht auf und rannten den Wanderweg hoch zur 2. Weltkriegfestung. Und unterwegs plötzlich;





Ein Wunder, die Nebelgrenze war erreicht. Und wie das Wunder so tun, wurde es noch besser. Nach rund einer Stunde des Wartens, knapp über der Nebeldecke und gleichzeitig mit dem Untergang der Sonne kam sie zum Vorschein, die Golden Gate Bridge persönlich!!





Und genau, als ich dachte, es könne nicht noch besser kommen sahen wir auch die ersten Wolkenkratzer von SF unter der Nebeldecke hervorkommen.



WAHNSINN!!! Ich hatte Sie im Kasten, hochauflösende Bilder mit 21,8 Megapixel und ISO 50 der Golden Gate Bridge bei schönster Nebellandschaft und bestem Licht. Ich denke einmal, ein Kalenderbild für den kommenden 2010 Kalender ist bereits definiert

Nach diesem wunderbaren Abend, den Pädi und ich übrigens abgesehen von einem weiteren Pärchen alleine geniessen durften (alle anderen fuhren im Nebel umher ) - stand noch der Wunsch meines Bruders auf dem Plan. Alcatraz - das bekannteste Gefängnis der Welt - bekannt durch den Film The Rock und weitere Hollywoodstreifen.



Und ich muss sagen, Dieses Gefängnis ist wirklich sehr eindrücklich. Vor allem die äusserst gelungene auch in deutsch verfügbare Audioführung lohnt sich. Die 26 Dollar pro Person sind genug, aber hey, man hat nur einmal die Möglichkeit zu sehen, wo Abschaum wie Capone und der Vogelmann den Alltag verbrachten.

UND NUN STEHEN WIR AM ENDE MEINER USA REISE: Und wie es am Ende von etwas üblich ist, wird von mir ein FAZIT gezogen.

FAZIT USA 2008
Trotz der Einsamkeit und des Vermissens meiner Liebsten hat mich die Landschaft in ihren Bann gezogen. Knapp 10'000 Kilometer in 6 Wochen. ca. 2 Dutzend Nationalparks und 140 Gigabyte Bildmaterial, gesichert auf 3 Festplatten und zahlreichen Speicherchips. Ein leicht beschädigtes L-Serie-Objektiv, 2 Beschädigte Filter des GND Typs, ein in Mitleidenschaft gezogener MagBook voller Sand und viele wunderbare Erinnerungen an eine Landschaft, die ich bisland nebst Island als schönste, je gesehene bezeichnen kann. Der Westen der USA bietet eine Vielzahl von Landschaftsbildern, innerhalb von einem Tag der Fahrt kann man von einer Wüste, die der von Namibia gleichkommt an Küsten entlangfahren, die denen von Irland gleichen. Was meine Erinnerungen vor allem in den ersten 4 Wochen getrübt hat, ist die Einsamkeit. Um diese, wohl schönste Jahreszeit, ist man in vielen Nationalparks beinahe alleine, Möglichkeit Freundschaften zu schliessen bietet sich praktisch nie - die einzigen die auch unterwegs sind, sind Rentnerpärchen in ihren übergrossen Wohnwagen. Ganze zweimal verbrachte ich einen Abend mit anderen Menschen. Und das nicht, weil ich introvertiert bin, sondern wil aufgrund meiner Reiseart und dem Mangel an Youthhostels einfach die Möglichkeit fehlt, andere kennenzulernen. Hätte ich diese 6 Wochen an der Seite meiner Liebsten verbringen können, wäre ich wohl nahe daran, der Landschaft wegen, in dieses wunderbare Land zu ziehen.
Viele Schweizer sehen in President Bush den typischen Amerikaner. Nja, das kann ich so eigentlich nicht bestätigen. Nja, es gibt wirklich solche typischen Bush-Menschen, doch jeder kaltherzige Arbeitgeber in der Schweiz ist um längen schlimmer. Was diese Amerikaner haben ist einen unglaublichen Stolz auf ihr Land - und eine unnatürliche Offenheit für militärische Aktionen. Selbst im Einkaufszentrum hängen Plakate von Angestellten in frisch polierten Uniformen und der wehenden Amerika Flagge im Hintergrund. Doch diese Tendenz nimmt, je näher man einer grossen Stadt kommt stetig ab. Dort haben die Leute nur noch eines im Kopf - WIRTSCHAFT und WACHSTUM. Und dass jetzt der King der Wirtschaft, Barak Obama gewählt wurde, zeigt, dass sich die Bevölkerung des Landes langsam aber sicher zu jener verändert, die auch die Schweiz bevölkert. Auf dem Land findet man wohl viele konservativen Farmer, doch die Gastfreundschaft und Nettigkeit dieser Leute ist jener von uns Schweizern schon um einiges überlegen. Was mir aufgefallen ist; "JEDER" in Amerika, ob Parkranger, Strassenfeger, Lastwagenfahrer oder Zahlhäuschenkassierer - Alle tragen eine Uniform und sehen aus wie Marine-Piloten und wie die grössten Helden. Doch stärkt dies auch das Selbstwertgefühlt, wenn ein Müllmann pro Block ein Stern mehr auf der Schulter erhält.

Schlussfazit: Der Westen (und sicher auch der Rest) der USA ist an Schönheit der Natur kaum zu übertreffen. Doch alleine Reisende haben es schwer, das Land ist so gross, dass man wohl häufiger alleine ist, als man sich denkt. Und wenn man nicht gerade in den Slams von LA rumhängt, ist die USA auch super sicher. Filme wie No country for old men, etc. vermitteln uns ein völlig falsches Bild dieses herrlichen Landes. Und dass hier alle abstehende Ohren haben (Ihr wisst wehn ich meine) und jeden nahöstlich aussehenden Menschen hassen, kann ich mit grösster Sicherheit verneinen! USA Rocks!!!

Hiermit Endet also der erste Part meiner Foto-Weltreise. Jetzt befinde ich mich schon in Santiago de Chile, in einer Gastfamilie mit 4 weiteren Studenten. Ich kann KEIN einziges Wort spanisch und verstehe wirklich nur BAHNHOF - und morgen um 8.00 Uhr fängt mein Spanischunterricht an. 4 Stunden täglich Privatunterricht und das zwei Wochen lang. Danach gehts mit dem Flieger nach Punta Arenas, nach Feuerland, zum Torres del Paine und Los Glaciares, etc. bis nach El Calafate, dort checke ich an Weihnachten auf einem Schiff ein und fahre 4-5 Tage lang den Gletscherküsten entlang nach Puerto Montt. Dort angekommen bringt mich der Flieger weiter nach Christchurch - und dann noch zwei Wochen und mein grösster Traum geht in Erfüllung. Jene, die gut mitgelesen haben, werden auch wissen, was, bzw. wen ich damit meine

Diese Patagonien-Reise hat jedoch auch seine negativen Seiten. Und zwar bin ich sehr oft wie in Island zu Fuss unterwegs und das in den abgelegensten Gegenden. Die Warscheinlichkeit einem Puma zu begegnen ist grösser, als jene, Internet zu finden. Somit wird ein Blogeintrag und die Aktualisierung meiner Patagonien-Bilder wohl nicht möglich sein. Doch werde ich schauen, dass ich, solange es die Technik zulässt doch einmal einen Eintrag verfassen kann.  Die nächsten zwei Wochen stehe ich jedoch, dank ständiger Internetverbindung gerne für Fragen und Feedbacks zur Verfügung.

Ich danke euch herzlich für das regelmässige Lesen meiner Beiträge. Immerhin 4600 verschiedene IP's bzw. Besucher konnte die Webstatistik während dieser Zeit registrieren. Das ehrt mich doch sehr. Mein USA-Kalender 2010 wird wohl im Sommer 2009 zum Verkauf freigegeben. Wer Wunschbilder aus der Galerie hat, kann mir das gerne per Mail stefanforster@gmx.ch mitteilen - ich werde alles berücksichtigen. Ebenfalls wird gegen Ende 2009 oder Anfang 2010 eine Multimediashow, vergleichbar mit der von Island, im Kino Uzwil, und weiter herum gestartet. Wünscht mir Glück in Patagonien!!! Byebye alle zusammen!


Mein Arbeitsplatz!!!

17.11.08 02:21
 


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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Alex / Website (17.11.08 12:27)
Hallo Stefan,

ich habe den Blog on Anfang Deiner Reise an verfolgt.
Ein Komliment für Deine Berichte und die Wahnsinnsfotos!
Wir haben im Mai/Juni für 3 Wochen auch viele der Nationalparks gesehen wie Du auch. Und Deine Anmerkungen, vor allem im Fazit, können wir voll bestätigen!
USA rocks...

Das Bild (oder die Bilder) der Golden Gate ist ein Traum!!!! DAS muss das Titelbild sein, meine Stimme hast Du!
SF ist sowieso genial.

Ich wünsche Dir noch viel Spaß auf Deiner Reise und nicht allzu gefährliche Abenteuer.

Alex


Ric (18.11.08 12:19)
Hi Stefan,
die Bilder von SF sind wirklich ein Traum, Du hast echt drauf. Ich freue mich auch schon auf Deinen Kalender. Ich werde mir einen bestellen.
Bist Du eigentlich mit deinen Linsen zufrieden ?
Wie oft nutzt das 16-35/2.8 II ?
Ich wünsche Dir / Euch noch ganz viel Spaß und vor allem gutes Licht !!!
Ric


Christian Rusch / Website (20.11.08 21:52)
Hallo Stefan
immer sehr spannend und lesenswert Dein Blog ...
und Deine Aufnahmen vom nordamerikanischen Kontinent haben mich total begeistert !
Ich bin überzeugt, auch vom südlichen Teil wirst Du uns mit ebenso genialen Aufnahmen beglücken :-)
Freue mich jetzt schon drauf ... halt Sorge zu Dir !
Eine gute Weiterreise wünscht Dir
Christian

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