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Alstrom Point - Eine kaputte Wagenfront und jede Menge Bilder

Tag Leute - sitze soeben in einem kleinen Kaff vor Kanab in einem verdammt "grusigen" Motelzimmer. Das Bett war so wiederlich, dass ich im Schlafsack geschlafen habe und der Stuhl auf dem ich hier Sitze, riecht nach fortgeschrittener Verwesung. Item.

Vor zwei Tagen war es dann endlich so weit; der beste und so ziemlich einzige Aussichtspunkt über den Canyonsee Lake Powell, der Alstrom Point stand auf meinem Programm. Der Ranger warnte mich bereits im Voraus; SIR, for this tripp you need a High Clearance Vehicle - YOU have just a NEARLY High Clearance SUV." Oke, wenn der das meint; EGAL, wenn ich scho mal hier bin, probier ich's. Und nach einem kleinen Einkauf in Page gings dann los. Bei Big Water rechts auf die unbefestigte Landstrasse, durch ein kleines Flüsschen und da stand ich;



Und wie ich in einem anderen Blog gelesen habe, musste ich nach rund 17 Meilen irgendwann rechts auf einen kleinen Pfad abbiegen; Nja, den hab ich gefunden. Und nach 500 Meter begann es; DAS:





Na TOLL; Diese so genannten Washes entstehen durch kleine Flüsschen in der Regenzeit und graben sich tief in die Erde. Und mit einem Edel-SUV durch solche Washes zu fahren ist schon hart. Bei jeder heiklen Stelle musste ich aussteigen und den möglichen Weg von allen Seiten begutachten. Hab natürlich für die Diavorträge alles mit meiner kleinen Videokamera in 720P augenommen.

Nja, und wie das halt so geht, wenn man alleine unterwegs ist und nicht immer über die Haube sieht; Ich hab ne Wash falsch geschnitten und mein "Frontspeuler" ist jetzt hinüber.



Aber hab dann sofort Gedacht; Stefan, du hast in Page beim Einparken den Grenzstein übersehen - es war ja auch schon soo dunkel

Nja, später hab ich dann erfahren, dass ich 3 Meilen weiter hätte fahren sollen und dann auf eine massiv bessere unbefestigte Sandstrasse gekommen wäre, die mich ans gleiche Ziel geführt hätte. ABER, und da muss ich mich selbst ein Kränzchen winden. Die letzten Meilen zum Alstrom Point welten als die schwierigsten und für mein Auto unmöglich. ABER die hab ich dann souverän gemeistert. Ohne Probleme. Und die anderen 4 Fotografen, die oben waren, haben ihren Wagen stehen gelassen - Die haben schön blöd geschaut, als ich dann mit meinem tiefelegten SUV ohne Kratzer am AP ankam. Ha - Die Looser ;-)

Aber ich sag nur eins; Was würdet Ihr alles für eine solche Aussicht tun???







Bin dann gleich oben geblieben, wollte nicht noch einmal 3 Stunden zurückfahren; und den Sonnenaufgang da oben verpassen. Aber HEY, so weit weg von ALLEM, alleine im Auto in der extremsten Dunkelheit ohne Mond. Das hat zwei Seiten; erstens eine Positive: Man sieht ALLE Farben der Milchstrasse!!! Der negative Part ist die noch nie dagewesene Einsamkei, Stille und Ruhe - und DUNKELHEIT Am nächsten Morgen war ich von kleinen süssen Häschen umzingelt Den Rückweg schaffte ich dann in 1,5 Stunden. Noch vom All aus hätte man die riesige Sandfahne gesehen, die ich hinter mir herzog hab.

So und jetzt beginn ich noch den nächsten Blog-Eintrag. Mein Besuch in der "falschen" Wave...

27.10.08 16:23


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ENDLICH - der Antelope-Canyon ist MEIN!!

Während ich hier so im Wäscheraum des Hotel6 in Page rumsitze und darauf warte, dass meine Kleider endlich trockengetumblert sind, schreibe ich mal so ganz kurz die Erlebnisse meiner gestrigen  - Antelope Canyon Tour.

Als erstes mal die Hinfahrt zu diesem Canyon - von Page kommend düst man einige Minuten in die Richtung des hässlichen mit drei riesen Schornsteinen ausgerüstete Fabrikareal ausserhalb von Page. Dann kann man sich entscheiden; rechts zum UPPER Antelope Canyon und links zum LOWER Antelope Canyon. Zuerst wählte ich den Upper AC, da dort nicht so viele Autos auf dem Parkplatz standen.
Da in meiner Reisezeit keine so genannte Sunbeams im Canyon zu sehen sind, kommt das eh nicht drauf an. Und genau diese Tatsache, dass diese Sonnenstrahlen nicht zu sehen sind, machte mir ein bischen Sorgen, denn die besten Bilder des Canyon's kommen nur dank diesen Strahlen zu stande. Nja, jetzt war ich schon ein wenig gefordert - gute Bilder ohne Sonnenstrahl; Egal. Nachdem ich mich TIERISCH über die absolut überrissenen Eintrittspreise von 25 Dollar genervt hatte - und das nur weil son übergewichtiger Indianer mit seiner Flöte im Innern des Canyons ein paar katastophale Melodien bläst. Die Fahrt nach hinten erfolgt auf der Ladefläche und den paar Stühlen eines Offroadfahrzeugs, das so ein halsbrecherischer Fahrer zum Eingang ein paar Meilen nach Süden bewegt. Dort glücklicherweise unversehrt angekommen (der Koreaner neben mir ist mir bei einer überfahrenen Bodenwelle mit 50 MpH auf dem Schoss gesessen) machte ich mich mit meiner Gruppe auf in den Canyon. Von Aussen sieht das dann so aus;



Nicht wirklich überwältigend - ABER VON INNEN: WOOOOW!!!

Also drinnen angekommen klappte ich mal kurz mein Stativ auf und begann mit dem Belichten des ersten Bildes, als auch schon der junge Navajo-Gruppenführer auf mich zukam und mir sagte, ich müsse mich ein wenig beeilen um in der Gruppe standhalten zu können. Ich natürlich sowas von sauer "Ich bin wegen den Fotos hier und nicht wegen dem dämlichen Flötengedudel und der Geschichte, die ja eh im damit Endet, dass alles dank der Kraft des Wassers und Windes geschaffen wurde!" - In Englisch - "I'm here to taking pictures, not for other things" - der dann schon mal ein wenig verdutzt, machte mir den Vorschlag, dass ich ihm weitere 15 Dollar in die Hand drücken solle und dafür noch ein wenig länger bleiben könne. Nja, voller Gegrummel hab ich ihm diese 15 Bucks gegeben und mich dann sofort ans Werk gemacht. Und hey, auch ohne diese Sunbeams kann man hier was ganz tolles erreichen











Unter www.stefanforster.com / Gallery / Antelope sind noch viele weitere Bilder grösser und mit Hintergrundmusik zu finden - abtauchen und geniessen!

Dann, nach rund 3,5 Stunden in der Dunkelheit (einige Bilder entstanden doch mit einer Belichtungszeit von über einer Minute) stand ich wieder draussen und wollte zurück zu meinem Wagen, da das im Fussmarsch gut und gerne mehr als 2 Stunden in Anspruch genommen hätte wartete ich auf meinen Wagen, der eigentlich zu jeder vollen Stunde hätte ankommen müssen. Nach 15 Minuten der Warterei fragte ich mal eben einen freundlich ausschauende und ebenfalls sehr rundliche Navajo-Fahrerin, die in Ihrem Wagen noch freien Platz hatte, ob sie mich nicht bitte bitte bis zum Parkplatz mitnehmen könnte. Sie erwies sich dann aber als ein Drache mit Hörnern und Zähnen und ich musste weitere 30 Minuten warten; nja, ich hab ja auch nur 40 Dollar bezahlt und das für etwas, das die Natur geschaffen hat. Vor nicht allzu langer Zeit wanderten ein paar Schäfchen in den Canyon rein und die Navajo-Hirtin, welche die Schafe ganz unten in der Schlucht fand, machte diese Entdeckung. Seither verdient ihre Familie ein schweine Geld mit überwucherten Eintrittspreisen und Führungen - nja, da kommt man halt als Fotograf nicht drum rum. Aber nur einmal um zu zeigen, wie das dort drinnen aussieht - also im UPPER CANYON: Mein Tipp; Blende 16 (bei Vollformat) und Blende 11 (bei CROP) ISO 50 oder 100 und so lange wie möglich belichten, wenn dann nämlich einer durchläuft, und das kommt IMMER vor, dann sieht man den nicht, obwohl er durchs Bild lief.

Und das in der Nebensaison - ich möchte ja nicht dort sein, wenn diese Sunbeams den Weg nach unten finden.
Jetzt aber zum Thema UPPER oder LOWER Antelope Canyon. Also ICH persönlich bevorzuge den LOWER Antelope Canyon; warum; der Eintrittspreis beläuft sich auch auf 20 Dollar, ABER der Canyon bietet für meinen fotografischen Geschmack mehr. Und vor allem trampen einem nicht 1000e vo Leute über die Füsse. Weil der Einstieg in den Canyon im Gegensatz zum UPPER Canyon ein bischen schwerer ist:


Wird er nicht von vielen Touristen belagert.  Und man kann sich während dem Fotografieren Zeit lassen; es existieren keine Zeitbegrenzungen. Es liegt jedoch ein grosser Schatten über dem Lower Antelope Canyon. 1997 befanden sich einige Touristen im Lower Antelope Canyon, als plötzlich eine so genannte Flesh-Flood in den Canyon eindrang und dort 11 Touristen auf der Stelle ihr Leben verloren. Und das Schlimmste ist, die Leute, die sich in der Zeit oben befanden, konnten das Fiasko von da aus hören und miterleben. Ich hab seither panische Angst einen solchen Canyon zu betreten und versichere mich vorher immer 3 mal und an verschiedenen Orten, ob nicht irgendwo weit weg ein Sturm tobt.

FAZIT: Der Antelope Canyon ist wirklich superschön. Aber für Fotografen vor allem was die Belichtung und den Bildaufbau angehen sehr schwer. Man muss denken, dass sich die schönen Dinge nicht horizontal vor einem befinden, sondern direkt über einem, sprich mann muss das Stativ und die Kamera teils in den Wänden einklemmen. Im Lower Antelope Canyon musste ich das Stativ mit allen drei beinen zwischen den beiden Wänden befestigen, das sah dann aus wie eine Spinne, leider hatte ich meine kleine Cam im Wagen vergessen, sonst hätte ich euch diese Stativaktion nicht vorenthalten können. Und wie schon gesagt, wenn in einem Bild so viel Schwarz vorkommt, ist der Bildaufbau ungemein schwierig zu bewerkstelligen und wenn die Wände dann noch in unterschiedlicher Helligkeit und Abstand zum Objektiv festzuhalten sind, oft nur mit einer Blende von beinahe 18 fotografierbar. Und dass diese hohe Blendeanzahl die Bildqualität insofern negativ beeinflusst, jedoch die Schärfentiefe postiv, ist dann technisch ebenfalls problematisch.

AH, Ja am Morgen vor dem Antelope-Besuch machte ich mich noch frohen Mutes auf den Weg zur PARIA Ranger Station. Dort werden täglich 10 Eintritte in die "The Wave" spektakuläre Wave verlost. Die Wave (Man gebe bei google ein "The Wave" ) ist bei Fotografen und auch vielen anderen Leuten schon so beliebt, dass man eine maximale Anzahl Besucher pro Tag einführen musste. Irgendwie begreiffe ich das ja auch, aber man muss sich die Lotterie so vorstellen. Es finden sich einige Leute ein;

Mit einige meine ich verdammte 101 Personen, die alle nur erscheinen um in die Wave watscheln zu können. Dann füllen alle einen Zettel aus und um 9.00 Uhr werden dann wie im Lotte die Zahlen gezogen. DER WITZ daran ist, dass eine Gruppe bestehend aus sagen wir einmal 8 Personen eine Zahl erhält, und ich als Einzelperson auch eine Zahl. Wenn jetzt die Zahl der Gruppe gezogen wird, dann sind danach nur no 2 Permits verfügbar und wenn die nächste Zahl eine Gruppe aus 3 Personen ist, wird diese verworfen. Tja und als Einzelperson stellt man eigentlich für all diese 101 Leute, die da auftauchen die geringste Gefahr dar. Wenn man jetzt aber am nächsten Tag noch einmal kommt, erhält man 2 Zahlen, am Tag darauf 3, dann 4 - und neben mir ist so ein armer Kerl gestanden, der bereits 5 Zahlen sein Eigen nennen durfe - nachdem dann logischerweise eine Gruppe mit 6 Leuten und zwei Paare gewählt wurden (nur 3 Nummern) - verliess er stocksauer den Laden. Man muss bedenken, jeder fährt hier 25 Meilen zu diesem Gottverlassenen Rangerhaus, nur um an eine Walk-in Genehmigung zu kommen.



Nja, Pech gehabt. Ich probiers morgen noch einmal, dann kann mich diese Wave kreuzweise!! - Und heute Abend werde ich meinen Wagen volltanken und einige Stunden über die sogenannte Dirt-Road (unbefestigte Sanstrasse) zum Alstom Point, oder wie auch immer man das schreibt, hab schon alles gesehn, fahren. Dort wird sich mir ein herrliches Panorama über den Lake Powell bieten. Zudem schlafe ich da gleich wieder im Wagen um dann auch den Sonnenaufgang miterleben zu können. Und nach all diesen Vorhaben am Lake Powell gehts zum Grand Canyon - zuerst North Rim (schweinekalt) und dann zum South Rim. Wünsche euch allen ein schönse Wochenende!!!

24.10.08 16:50


Neues, unbekanntes Problem und das Navajo Monument Valley

Wer kennt es nicht, das Monument Valley, bekannt geworden durch die Filme von John Wayne. Dieses Tal befindet sich direkt an der Grenze von Utah und Arizona UND, es ist Navajoland. Das merkt man nicht nur daran, dass man mit dem Nationalpark-Pass nicht reinkommt, nein, man erkennt es daran, dass es hier nur so von Navajos wimmelt. Und alle wollen Geld an irgendetwas verdienen - und das Grösste ist; das Monument Valley ist genauso bekannt wie beispielsweise der Grand Canyon, ABER eine, von mir aus gesehen, absolute Enttäuschung.


Wegen diesen paar Felsen, die, das muss man schon sagen, plötzlich so aus der Wüste wachsen, ein solches TamTam zu machen, find ich schon masslos übertrieben.


Am liebsten wär ich nach nem kurzen Foto direkt ohne Halt weiter nach Page gedonnert, ABER, ich wollte noch den Sonnenuntergang anschauen, der soll ja schon sehr speziell sein. Nja, ist er nur bei Gewitter im Hintergrund, Regenfall, oder Schneeschauer, etc. - ansonsten wirklich nichts spezielles. Tja, jetzt ab ich 300 Megabyte Bilder auf der Festplatte, die ich wohl nie mehr öffnen werde Also da find ich die Sanddünen unterwegs auf der 276 zum Lake Powell schon um einiges beeindruckender.





Und die Strasse, die Richtung Mon. Valley führt ebenso.


Oder aber das weniger Bekannte "Natural Bridge National Monument"




Aber in den letzten Tagen hat mich ein grösseres, viel komplizierteres Problem heimgesucht; und das nennt sich Übersättigung oder auch Motivationsarmmut.

Übersättigung / Motivationsproblem
Seit nun schon 2 Wochen und 2 Tagen, was nicht wirklich lange klingt, bin ich alleine mit meinem SUV unterwegs. Ich ha so viel schönes gesehen, das passt auf keine Kuhhaut. Aber ich habe aufgrund meiner Alleinreise ein entscheidendes Problem. Ich kann das Gesehene nicht mit jemand anderem teilen und somit nicht richtig verarbeiten. Wenn es hoch kommt spreche ich am Tag 5 Sätze mit jemandem (ausser Familie) - und die restlichen Stunden fahr ich alleine in meinem Wagen durch die Prärie, steige aus, fotografiere, lausche der Ruhe und Einsamkeit und schon überkommt mich wieder der Wunsch in den Wagen zu steigen und Radio zu hören, da spricht wenigstens jemand. Doch hab ich das nicht einer etwa einer mir angeborenen Introvertion, der so genannten "Informatikerkrankheit" zu verdanken; nein, nur gibt es viel mehr keine Gelegenheit mit Menschen in Kontakt zu kommen. Tagsüber immer unterwegs, Abends im Auto pennen. Zudem jeden Morgen den Sonnenaufgang und jeden Abend den Sonnenaufgang abwarten - das kotzt mich irgendwie jetzt schon an. In der ersten Woche bin ich anstatt mit erlaubten 45 mit 70 MpH die Berge hochgedonnert, dort ausgestiegen und drei Stunden lang zum Ort meiner Begierden "gerannt" - jetzt, wo allmählich alles gleich aussieht und immer überall Sand klebt, wandere ich von Free WIFI - zu Free WIFI und skype Stundenlang mit meiner Liebsten, die ich übrigens so sehr vermisse, dass mir die Hälfte des Tages übel ist.
Im genauen Gegensatz dazu sollte ich mich eigentlich freuen, ENDLICH, auch wenn es nur wenige Monate sind, aus dieser von mir so sehr gehassten, leistungs- und kundenorierntieren, politisch und medientechnisch übersättigten, kapital- und wirtschaftlich-gesinnten Schweizer Arbeitswelt entfliehen zu können. Jeden Tag die Gesichter der oft depressiven und immerzu überanstrengten Arbeitskollegen betrachten zu müssen; das ewige Geklöne über die Chefs, die tausenden von Politikerfratzen und Werbetafeln, die ich tagtäglich an den Strassenrändern anschauen muss, diese immerzu ansteigenden Anforderungen der Arbeitgeber, und der proportional dazu wachsende Druck und die Angst, den Job zu verlieren. Worte wie "Burnout, Lohndumping, Mobbing,.." die tagtäglich fallen und eigentlich als Anzeichen für eine negative Entwicklung stehen, stattdessen werden einfach die Krankenkassenprämien erhöht und der Geldkreislauf wieder geschlossen. Diese zunehmende Kontrolle während der immer länger werdenden Arbeitszeit, die bereits so weit führt, dass in einigen Betrieben eine maximale Toilettenabwesenheit eingeführt wurde, das Mausklicks am Computer gezählt und analysiet werden und in vielen Firmen die Arbeitnehmer sogar trotz Krankheit am Arbeitsplatz erscheinen müssen, nur weil kein Ersatz bereit steht. Das übergrosse Angebot an Möglichkeiten und die dazukommende bereits tiefenpsychologisch fundierte Werbung, sei dies beruflich oder privat, die grundsätzlich das Leben erleichtern sollten, doch genau das Gegenteil bewirken.  Diese alltäglichen negativen Meldungen in den Zeitungen, die schon seit Langem mehr als 60% der Tagespresse ausmachen. Alle negativen Nachrichten zur Weltfinanzkriese und den damit verbundenen Geldverlusten, die im Endeffekt WIR, als das Volk berappen müssen. Ich könnte noch stundenlang weiterfahren... ALL DAS wenigstens für ein paar Monate einmal nicht direkt zu spüren, ist eine Freude und ein Segen für das Gemüt und MICH, als Mensch. Menschen, die wir eigentlich alle sind; auch wenn sich viele in dieser "fortschrittlichen" Umgebung mehr als perfekt funktionierende Maschine denn als organisch funktionierendes und seelisch basierendes Individuum leben. Aber Kapitalismus und Wirtschaft stehen in direktem Gegensatz zu Menschlichkeit und persönlichem Wohlergehen. Aber wieder zurück zu meiner Fotoweltreise;


Jetzt freue ich mich jedoch noch auf den Antelope Canyon, der wiederum von geldgierigen, kulturberaubten Indianern betrieben wird. Und auch der Grand Canyon soll nicht schlecht sein. Aber eben, alleine macht das alles nicht wirklich Spass. Im Grand Canyon sollte man runterwandern, unten das Zelt aufschlagen, den Sternenhimmel beobachten, ein Feuer anfachen, über den Tag sprechen, das Gesehene verarbeiten - Nja, wer macht das schon alleine??? Das klingt wohl für manche meiner Leser sehr unverständlich und sogar für einigen ein bischen undankbar; aber wenn Ihr das mal gemacht habt, und das alleine, auf meine Art, dann wisst ihr von was ich spreche. Naja, in Patagonien und Neuseeland wird das anders, dann ist man mit den ÖV unterwegs, pennt in Massenschlägen, dann kommen die Bekanntschaften automatisch. Aber was mir fehlt, ist die Ablenkung zum Fotografieren. Kein Klavierlehrer, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat, wacht morgens auf, sitzt ans Klavier und schläft Abends neben seinem Klavier ein.
Deshalb habe ich mich entschlossen, meinen Tasmanienaufenthalt zu verkürzen und Thailand ganz auszulassen. Hey, man muss es ja auch ein wenig geniessen können und alleine kann ich das eben nicht; und der einzige Mensch, den ich immer an meiner Seite haben möchte studiert im ersten Semester; tja, so ist das Leben. Ich gehöre definitiv zu den Leuten die Ferien nur als solche empfinden, wenn sie in absehbarer Zeit wieder enden. Obwohl das nicht im eigentlichen Sinn Ferien sind; will ja danach ins Kalendergeschäft einsteigen. Obwohl, heute, wo man bei Fotomaxx für 40 Franken einen schönen Kalender mit seinen eigenen Bildern ganz einfach bestellen kann - wer will dann noch einen Kalender von nem Profi kaufen?

Morgen in der Früh gehts nach Page und dort bleib ich dann auch 4 Tage lang. Meine Ziele sind; Almstrong Point, The Wave, Coyote Buttes, Antelope Canyon, Paria Area... Mal schauen wies dort wird.

22.10.08 03:56


Angriff im Great Sand Dunes Nationalpark - Colorado

Soo, melde mich zurück aus Colorado. Mann, die Leute dort sind ja witzig. Ich beschreib euch die Colorado-Sapiens einmal so, wie ich sie in meinen 4 Tagen Aufenthalt dort kennen gelernt habe:

Der kleine Colorado-Mensch kommt bereits mit der Schrotflinte auf die Welt, seine Haare sind meist dunkelbraun oder hellbraun, am liebsten jedoch tarngrün, denn dann würden die Haare zum Tarnanzug passen. Der Coloradosapien läuft nämlich IMMER im Tarnanzug umher (Auch im Subway oder MC). Ebenfalls kleben überall diese "McCain for President" Aufkleber an den Wagen und Häusern. Also n'Typ der aussieht als käme er direkt aus der Horror-Schmiede von Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett würde ich NIE als neuen Kriegsdiktatoren des waffenmässig mächtigsten Landes der Land einsetzen. Item; Zum 12. Geburtstag erhält der Coloradosapien einen Waldbuggy und zum 16. Geburtstag einen Ford F250 mit einer genug grossen Ladefläche, um einen toten Hirsch UND den Waldbuggy gleichzeitig aufladen zu können.
Sämtliche Campinggrounds und Restaurants sind mit einer Tafel auf der steht "Welcome Hunters" ausgerüstet. Nja, vieleicht habt Ihr gemerkt, ICH mag Jäger nicht besonders. Mit Pfeil und Bogen ok, aber mit einer vollautomatischen Präzisionsknarre aus nem halben Kilomter Entfernung ein Tier abschiessen ist nicht so ehrenhaft; nicht? Oke, die Menge an Wild die dort in den Wälden und gefährlicherweise auch häufig auf den Stassen herumläuft ist schon sehr gross. Hab bis jetzt schon 3 Notbremsen hinter mir. Aber abgesehen von 97'543'543 Fliegen an der Windschutzscheibe traf ich bis jetzt noch nichts Grösseres.  Eines muss man den Coloradern jedoch lassen; auf der Fahrt zum Great Sand Dunes Nationalpark kam ich solchen Wäldern vorbei und dieser Anblick ist *boa*


Nach ca. 9 Stunden Fahrt, auf zwei Tage verteilt, da ich noch das Colorado National Monument (enttäuschend) und den Black Canyon (noch viel enttäuschender) besucht hatte, kam ich dann endlich am Sanddünen Nationalpark an. Und das kann man einfach nur mit einem Wort umfassen. AMAZING!!!



Der Nationalpark befindet sich inmitten von hohem Gebirge, dass bis zu 4000 MüM in die Höhe ragt. Die höchste Sanddüne bringt es immerhin auf eine Höhe von über 200 Metern - im Verhältnis dazu, dass sich bereits die kleinen auf über 2500 MüM befinden, ist das ganz schön dünne Luft da oben Zudem ist er für viele Touristen zu weit vom Resten entfernt und ist wirklich nicht sehr touristisch.

Also hab ich mich mit meinem Offroader gleich mal auf die Suche nach einem Ort gemacht, an dem noch nicht viele Leute rumgewatschelt sind, denn dort sind keine Spuren auf den schönen Dünen. Nach einer Weile der Suche und Fahrt kam ich dann an eine Hürde, die ich aufgrund der Wassertiefe nicht eingehen wollte.



Also Wagen stehen lassen und ab zum "Sandkasten"!! Was von weit her sehr einfach aussieht, aber VERDAMMT anstrengend ist, ist die Besteigung solcher Sanddünen. Es ist trocken, sehr steil und man rutscht bei jedem Schritt 40-80% zurück. Nach 1,5 Stunden oben angekommen hab ich mich an einem Örtchen ausgebreitet und auf den Zeitpunkt gewartet, an dem der Polfilter seine ware Stärke ausspielen kann.



Viele meiner Bilder entstehen übrigens mit einem GND 9.0 Filter; dies ist ein Filter, der einseitig abdunkelt. Dies kompensiert teils den Helligkeitsunterschied zwischen Himmel und Erde.



Dann war es so weit:



Auch der Wind spielte mit. Zumindest fototechnisch ist das ganz oke. Der Haken ist, dass all diese kleinen Sandkörner nun an meinen Objektiven (teils auch drinnen) und im Body stecken. Konnte es nähmlich nicht bewerkstelligen, beim Objektivwechsel das Eindringen des Sandes zu verhindern.

Nach ner Weile gings dann wieder zurück zum Auto, und das in gerade einmal 20 Minuten - Runter gehts halt immer schneller

Und JETZT kommt die Geschichte meines Lebens: Ich hatte bis Dato noch nie das Vergnügen um mein Leben ernsthaft besorgt zu sein. Doch so schnell kann sich das Ändern.
Zur Dämmerung begab ich mich an die westlichste Spitze der Sänddünen. Das sind ca. 1,5 Stunden Marsch durch das Gestrüpp und hohe Gras. Unterwegs sind mir immer wieder "Elk"-Herden begegnet.

Nachdem ich dann am Punkt meiner Begierde angekommen und diese Bilder geschossen hatte;

; gings dann rasch zurück zum Auto - allerdings wurde es schnell einmal dunkel. Ca. 20 Fussmarschminuten von meinem Parkplatz neben der Rangerhütte Entfernt, geriet ich in eine Elch-Gruppe mit einigen kapitalen Burschen drunter. Die Tiere zeigten nicht viel Angst vor mir und ich trottete ein paar Minütchen neben denen her. DANN; und dass ist jetzt wirklich kein Witz; bricht plötzlich Panik aus in der Herde und die rennen alle Richtung Wald. Noch im gleichen Moment erkannte ich auch schon warum. Hinter mir ertönte ein grauenhaftes Häulen eines Tieres; diese Häulen hatte ich bisher nur im Zürcher-Zoo am Wolfsgehege gehört.
Mir fiel natürlich im Sekundenbruchteil das Herz in die Hose und ich begann automatisch zu RENNEN; Doch das Gehäule hörte nicht auf und dem hinzu kam jetzt noch lautes, zweifellos von mehreren Tieren stammendes, Gebelle. Ich rannte nur noch was das Zeug hielt. Nachdem ich den Fehler begangen hatte und nach hinten schaute, sah ich einige Schatten in der Ferne rennen (es war wirklich sehr dunkel) - Mein Herz, meine Lunge, mein Zwerchfell, meine Beine - alles kurz vor dem endgültigen Exitus - aber ich kam mit einem Puls von 200 an meinem Wagen an, riss die Türe auf, warf mich rein und verriegelte alles was verriegelt werden konnte.
MANN; ich hatte noch NIE im Leben eine solche Angst. Man muss sich vorstellen. Es ist beinahe dunkel, man ist seit Stunden alleine, hört die schrecklichsten Geräusche, ist kein Coloradosapien und somit nicht bewaffnet, etc. Also ich weiss nicht was das gewesen ist, aber am nächsten Morgen, nach meiner Morgenfototour, die ich übrigens mit Sackmesser in der einen und Stativ in der anderen Hand antrat, fand ich folgende Fussabdrücke unweit meines Fluchtortes. Evtl. Ist ein Indianer unter euch und kann mir sagen was das für ein Tier ist.



*Aktualisierung Sonntag 07:26* - Habe soeben im Internet ein bischen nachgeschaut. In der Gegend gibt es sehr viele Kojoten. Es war also mit Sicherheit ein Rudel Kojoten; tja, Schiss hatte ich trotzdem - und wie!!!

Soo; und jetzt komme ich soeben vom Mesa Verde Nationalpark, alles was ich dort finden konnte waren diese wunderbaren Bäume;



Und Morgen gehts Richtung Lake Powell und Page (Antelope-Canyon, etc.)

Die Bilder vom Great Sand Dunes Nationalpark sind alle auf der Website; habe jedoch ein Problem mit der Web-Gallery. Dieses Web-Programm zerstört mir beinden Bildern alle geraden Linien oder Kannten; gerade bei Sanddünen, wo die Linen eine wichtige Rolle spielen ist das sehr unpraktisch. Also, wünsche allen noch einen schönen Sonntag oder einen guten Wochenstart. Bis dann dann!!

 

19.10.08 05:06


Allgemeine Informationen zur Qualität meiner Bilder

Tag wohl, melde mich mal aus Moab - komme soeben vom Arches NP bei Sonnenaufgang zurück. Ich wurde in den letzten Tagen häufig darauf angesprochen, dass meine Bilder teils einige Fehler wie Sensorstaub, Sunglare, etc. aufweisen.

Nur so am Rande. Ich nehm pro Tag 200 - 300 Bilder auf, renne von Sujet zu Sujet, und muss Täglich beinahe einen Nationaplark machen, damit diese 6 Wochen USA reichen. Wer da glaubt, ich hätte noch Zeit, meine Bilder zu bearbeiten, RAW's zu verfeinern, störende Sunglares zu entfernen, n'Blog zu führen, die Website aktuell zu halten, etc. - der kann dafür sorgen, dass mein Tag 70 Stunden hat.  Zudem ist so ein kleiner 13" Notebook mit nem blaustichigen und spiegelnden Display auch nicht gerade die erste Wahl Bilder zu bearbeiten. Ganz zu schweigen davon, dass ich das immer im Auto oder draussen mache!


Zudem müssen sich einige Leute vor Augen führen, dass nicht jedes Bild, dass beispielsweise ein National-Geographic-Fotograf schiesst, automatisch ein wirklicher Hingucker ist. Wenn man pro Tag oder Nationalpark nur schon 1-2 richtig geniale Bilder im Kasten hat, ist das ein erfolgreicher Tag / Ausflug.

Beispielsweise der Delicate Arch im Arches NP. Jeder Fotograf, ob Hobby oder Professionell nimmt den Steinbogen so auf:



Der Lichteinfall ist einfach, die Farben und Belichtung sind mit Polfilter gut einstellbar und mann muss sich nur neben die 200 anderen Fotografen setzen und warten bis die Sonne untergeht. Das sieht dann so aus:



Ist eigentlich soweit ganz hübsch, aber halt eben 0815. ALSO stell ich mich davor und überleg mir, Stefan, wie nimmst du den so auf, dass man da nicht mit "Durchschnittsfoto" kommen kann. Nja, dann schnürst du mal deine Wanderschuhe zu, überprüfst den Gripp und wagst dich an die steile Felswand hinter dem Arch, kletterst an die perfekte Stelle, hältst mit einer Hand die Kamera und mit der anderen den Grauverlauffilter so in die Sonne, dass das Sonnenlicht nicht zu hell ist. VOILA:



Zweites Beispiel: Anstatt vor Angst aus der Dunkelheit mit allen anderen Leuten zu gehen, bleib ich noch oben, obwohl ich weiss, dass ich dann in der Dunkelheit 1,5 Stunden zum Auto laufen muss. Und dann kommt der Vollmond und mit 10 Minuten Belichtungszeit ist dann folgendes Bild im Kasten.


Wenn wir schon beim Delicate-Arch sind. ICH und VIELE weiteren Fotografen würden es EXTREM begrüssen, wenn sich nicht JEDER, der da hochgeht, und das sind wirklich viele, zwischen den Arch stellen muss und sich dort fotografieren lässt. Wenn man nämlich ein Bild ohne Menschen möchte, muss man warten bis es stockdunkel ist, anstonsten sieht das dann so aus.


Fazit zum Schluss:
Alle Weltreise-Bilder auf der Website, sind Roh-JPEG's direkt ab Kamera, im ACDC in der Stapelverarbeitung verkleinert und unbearbeitet. Wer qualitativ hochstehendere Bilder sehen möchte, soll bis im April 2009 warten und dann noch einmal mit den Vorwürfen kommen.

Soo, und jetzt gehts nach Moab. Muss mich einmal mit ein paar Früchten eindecken. Die letzten beiden Tagen hab ich mich von SUBWAY und Burger King ernährt. ;-)

16.10.08 17:43


Illegaler Offroadtripp mit dem Mietwagen zum Cathedral Valley

Warum bezahl ich 3800.- für einen Mietwagen, wenn ich ihn eh nur auf der Asphaltstrasse gebrauche kann? Nja, falls mir da draussen im Backcountry was passiert bin ich der Depp und muss ALLES bezahlen. Der folgende 100 kilometerlange Tripp war dieses Risiko sichtlich Wert, denn ganz hinten hatte ich DIESE Sicht.

ABER - zuerst muss ich ja mal nach Hinten kommen. Und ein Weg sind trotzdem knapp 50 Kilometer auf Schotterpisten und dergleichen. Also erstes Hindernis war ein Fluss, den ich laut Ranger auf eine spezielle Art fuhrten musste. Nja, das hab ich überlebt. Aber dann, sag ich nur noch ein 2 Stunden lang - *holperholperholperholperholper* - nur für ein Foto vom Wagen hab ich kurz unterbrochen.

Und es machte solchen Spass - all diese ausgetrockneten Bachläufe, die herumliegenden Felsen, Sandhäufchen, etc. zu überfahren. Wahnsinn! Bin jetzt offiziell als Ralleyfahrer anerkannt.


Und das grösste ist, ich war ALLEINE, kein Mensch machte es mir gleich, ausser; ganz hinten zu meiner grössten Überraschung und, wie sich später auch herausstellte, Freude, stand da schon son Jeep. Und darin sassen die wohl nettesten Amerikaner, die ich jemals getroffen hatte. Gerry und Danna aus Whyoming, ein Pärchen wie's im Bilderbuch steht.

Und das erste was sie mich gefragt haben war "Do You want a hamburger and some chipps?" - Das erste was ich daraufhin sagen konnte war "liebend gern" - Auf Stefanenglisch dann; "Ouu, that would be gread!!" Kurze Zeit später waren wir die dicksten Kumpels. Nach 2,5 Stunden plaudern gings dann zu dritt zum Cathedral Viewpoint. Dort angekommen stand ich vor dem lichtmässig grössten Problem in meiner fotografischen Karriere.

Der Hintergrund war zu dunkel und der Vordergrund zu hell - und das dann auch noch ungleichmässig verteilt. Da kommt man mit nem GND-9.0 Filter nicht weit. Also gibts da nur noch die HDR-Variante. Bei dieser Technik nehme ich gleich 5 Bilder auf, alle mit anderen Belichtungen. Die leg ich dann mit verschiedenen Durchlässigkeiten übereinander. Und siehe da - nicht mal so übel.



Bei der Rückfahrt im Konvoi zu Zweit kam dann so langsam der Vollmond hervor und versetzte die Halbwüste mit seinem Schein in ein ganz spezielles Licht.

Ganz zum Schluss noch eine billige Werbung, aber ich bin überzeugt. Hatte während der Fahrt ganz vergessen, dass mein Notebook noch im Standbymodus hinten auf'm Sitz lang und es hat mich so sehr umhergeschüttelt, dass mir am Schluss der Kiefer und sämtliche Knochen weh taten. ABER HEY, der MacBook, und den hats recht verworfen, startete so auf, als sei nichts passiert. Zum Glück hab ich meine besten Bilder auf zwei 32GB USB-Sticks und einer All-Terrain-Rugged 500GB Festplatte. Die sollten das schon aushalten So, Werbung Ende - MAC's the best!! Und morgen gehts zum Arches Nationalpark!

Im Goblin-Valley war ich übringens genau bei Sonnenaufgang



ALLE BILDER UNTER: www.stefanforster.com

 

15.10.08 01:03


ACHTUNG - Neuschnee

Morgens um 5.30 Uhr, das iPhone kräht mich wie ein Hahn aus dem Schlaf. Ich hab ne Strategie entwickelt. Wenn ich abends spät, so um 22.00 Uhr im Campingplatz ankomme und morgens früh, so um 5.30 Uhr wieder abfahre, dann gilt das als Notbiwackieren und ich muss nichts für die Nacht bezahlen. Ich beanspruche ja auch nur einmal kurz die Toilette und dann düs ich weiter. Auf Campinggrounds an denen ich WIFI und Dusche benutze bezahl ich so nett wie ich bin ;-)

Also, nach ne schrecklich kalten, aber kostenlosen Nacht im Saturn Outback fahr ich früh los und über den auf ca. 2800 Metern Höhe gelegenen Pass Richtung Torrey und Capitol Reef Nationalpark. Eigentlich hätte der Berg voller gelber Aspen-Trees seinmüssen, aber ich war wohl n'paar Tage zu spät dran, also sahs dann so aus. Auch schmucke, aber nicht so das, was ich erwartet hatte.

Also mal das GPS einschalten und sehen wie hoch ich bin!

Aha - das erklärt auch die extreme Kälte! Wieder einmal -7° Celsius. Naja, dann steig ich wieder in meinen weissen, heissen Wagen und bretter über den Pass. Und plötzlich - SCHNEE auf der Strasse, ca 5 Zentimeter. Das damit niemand gerechnet hat, zeigen die beiden folgenden Unfälle.

Der 1. ein Motorradfahrer hatte den Gripp seiner Pneus überschätzt und hat somit den Verlauf der Strasse unerwartet verlassen. Hab dem Typ zusammen mit ein paar Amis geholfen den schweren Töff wieder aufzuheben und dann gings weiter.

Der zweite Unfall hätte wie bereits der erste ins Auge gehen können. Der Amerikaner hatte aber sichtlich Glück im Unglück. Noch ein paar Zentimenter weiter und der hätte sich n'Weg durch den Wald gebahnt.

Nja. wenigstens hats weiter unten noch ein paar gute Bilder gegeben. Je weiter ich nach unten kam umso farbiger wurden die Bäumchen - War wie Weihnachten, nur kälter!!!


15.10.08 00:40


Half Creek Waterfall

Sooo, befinde mich zwar bereits in nem Städtchen vor dem Arches N.P. doch muss ich noch so einiges aufarbeiten. Nach der Abfahrt beim Bryce Canyon gings ab Richtung Osten mitten ins Niemandsland "Grand Staircase Escalante". Die Landschaft ist mal wieder extrem abwechslungsreich wenn man bedenkt, dass sich alles Colorado Plateau nennt. Um jede Ecke die man brettert findet man etwas ganz Neues und Besonderes.



Und bereits zwei Meilen weiter sahs dann so aus:

Und inmitten dieser Felsformationen lag mein nächstes Ziel. Der Calf Creek Wasserfall. Die Wanderung zum Wasserfall dauert rund 90 Minuten - und dasselbe wieder zurück. Und auch hie musste ich wieder feststellen wie viele Hobbyfotografen unterwegs sind. Am Bryce musste ich mich nur umdrehen und hatte immer ein Objektiv im Gesicht. "Fotografieren" - das Hobby Nr. 1 der modernen Welt. Wenn man sowas sieht, fragt man sich immer wieder von Neuem, ob es sich eigentlich lohnt so viel in etwas zu investieren, dass heutzutage sowieso jeder macht. ABER - ich werds trotzdem versuchen!

Also zurück zur Sache. Unterwegs durch durchwanderte ich einen Canyon angefüllt mit hunderten herbstfarbenen Laubbäumen. Ein herrlicher Anblick.

Und dann, endlich sah ich ihn. Den Lower Fall von Calf Creek. Einziger Haken waren die, sorry, sauschlechten Lichtverhältnisse. Oben zu hell und heller Himmel, unten Schatten und dunkler Stein. Nja, ohne GND-9.0 Filter wäre das wohl nichts geworden.


14.10.08 21:06


-11° Grad Celsius am BRYCE CANYON in Utah

So, die letzten beiden Tage verbrachte ich am berühmten Bryce Canyon. Und dies war auch der Grund dafür, dass ich zwei Odlo Unterhosen und Leibchen mit mir rumschleppte - und dies zurecht. Als ich im Zion losgefahren bin wars schon kalt, so um die 10° Celsius - dann gings hoch, hoch und noch höher. Als es dann plötzlich zu schneien anfing, war ich ganz perplex. "Müll" und ich bin erst auf 1900 MüM der Bryce Canyon befindet sich jedoch teils auf beinahe 3000 MüM. Nja, frohen Mutes bin ich dann zum Bryce gedonnert. Noch n'lächerlicher Eintrittspreis von 25 Dollar Eintritt hingelegt und dann in direktem Weg zum Bryce Point.

Dort angekommen war ich einfach nur begeistert. Mann, sowas kann man sich als Schweizer nicht vorstellen. Ich war am Creux de Van vor ein paar Wochen, doch DAS haut einen aus den Socken.


Wie Ihr auf den Bildern seht, tobte dort soeben ein Schneesturm. Zu den 12° Fahrenheit (-11° Celsius) hats noch gewindet wie aufm Everest. Ich hatte 2 Odlo Schichten unten, darüber ne Windstopper Haglöfs-Hose - Oben 2 Lagen Odlo Unterwäsche, ein "Warm" und ein "X-Warm" - drüber noch ne Mammut-Jacke und darüber noch ne Mammut Gore-Tex Jacke. UND ICH HAB IMMERNOCH GEFROHREN wiene Kurzhaarkatze am Polarkreis. Aber rund eine Stunde später kam dann der Himmel zum Vorschein und folgendes Bild öffnete sich vor mir.

WOW, jetzt könnt ihr euch mal vorstellen. ICH, bereits 1,5 Stunden an diesem Punkt und dann sone Landschaft. Hab natürlich sofort meine Grauverlauffilter vor die Linse gehalten (Die sorgen für die Kontrastkompensation zwischen Himmel und Erde) und hab dann soooo gezittert, dass trotz Tripod 2 von 3 Bildern unscharf wurden. OKE. Musste 5 Sekunden lang eine 4x5" Glasscheibe vor die Kamera halten und nicht wackeln. MACHT DAS MAL bei gefühlten - 300° ;-)

Und dann kam da ja mal irgendwann die Nacht und auch ICH muss schlafen. Da dies bei diesen Temperaturen witzig wird, und das noch im Auto ist ja kein Geheimnis. Hab mich dann in meine Schichten eingewickelt und im Daunenschlafsack, der bis -10° angegeben ist (-6° für Frauen, ohne Witz, das steht so) und bin SOFORT eingeschlafen. Ein Wunder eigentlich. Oke, ich hab eine Stunde vorm Einschlafen die Heizung aufs Maximum gedreht. Im Auto war sicher ne Hitze wie in der Atacama Wüste im Hochsommer. Aber um 04.30 Uhr plötzlich aufgewacht. Mein Ausatmen hatte sichtlich ne dicke  Eisschicht an den Scheiben produziert, obwohl ich zur Sauerstoffgewinnung extra n'Fenster leicht geöffnet hatte.

Nja, wenn ich schon mal wach bin fahr ich doch irgendwo rum, nur so aus Sympathie zur Autoheizung.
Zum Sonnenaufgang fand ich mich dann zusammen mit nem Tessiner Hobbyfotografen ein weiteres Mal beim Bryce-Point ein und fotografierte die Hoodoos mit ersten Sonnenstrahlen an den Spitzen.

Nachdem dieser Pflichtpunkt auch abgehakt war, gings weiter Richtung Osten. Unterwegs fand ich n'ganz speziellen Bauernhof (ne Farm). Der Farmer war wohl zu faul, über die Nacht die Bewässerungsanlage auszuschalten. Nja, mich freuts.



Alle Bilder sind nun unter www.stefanforster.com in der Galleryrubrik Bryce zu finden.

Im Moment schlag ich mich gerade in den Escalate-Canyons rum. Mehr davon später am Tag. Jetzt düse ich zum Sonnenaufgang in den Escalate's.

Mails an mich bitte NICHT über KONTAKT, sondern direkt per Mail an stefanforster@gmx.ch

13.10.08 14:51


MAIL's bitte direkt an stefanforster@gmx.ch

Aus irgendwelchen Gründen kommen die Mail's, die Ihr unter Kontakt geschrieben habt, nicht bei mir an. Somit ab jetzt bitte direkt an stefanforster@gmx.ch senden. Dann bekommt Ihr auch innert 48 Stunden eine Antwort. Danke

 ps. bin soeben am Bryce Canyon abgefahren. -10° Celsius und Schneefall - eine Horrornacht im Auto. Sobald es ein wenig wärmer wird, also heute gegen den Abend. Werden die neusten Bilder und Geschichten gepostet.

Einen guten Start in die Woche wünsch ich Euch!

12.10.08 19:50


Wald des Todes

Schon zum dritten Mal melde ich mich heute hier im Blog! Wenn ich schon mal Internet hab, muss ich das auch benutzen. Und vor allem muss ich mich irgendwie beschäftigen!

Ca. 30 Minuten Autofahrt weg vom Campingplatz fand ich einen niedergebrannten Wald. Natürlich war dies das Ziel meiner "Sonnenuntergangsfahrt" - Der Wald, oder das was davon übrig geblieben ist, wirkt wirklich sehr bedrohlich so spät am Abend. 

ABER - was noch VIEL bedrohlicher wirkt, ist, wenn ne RIESIGE TARANTEL direkt auf einen zuläuft und wenn man sich vor Schreck ein paar Meter nach links verschiebt (rennt) dann folgt sie einem in diese Richtung!!! *SCHREIKRAMPF* Im Terrarium find ich die Tiere wirklich nicht so schlimm, aber in einer solchen Umgebung!

Ich werde NIE NIE NIE mehr den Wagen verlassen! Und auch nie mehr n'Fenster öffnen ;-)
Halb so wild - die Tiere sind ja soo langsam. Und wie ich in Erfahrung gebracht habe gibts nur eine Art, die dem Menschen gefährlich werden kann. Wenn einen ne "normale" Tarantel oder Vogelspinne beisst, dann schmerzt das wie Sau, aber das Gift ist nicht lebensbedrohlich.

Na dann hoff ich mal begegne ich morgen ner Diamanten-Klapperschlange, dann ist meine Tiersammlung komplett!! ;-) Gute Nacht allerseits!

11.10.08 03:51


THE SUBWAY

Nach einer langen, schönen Nacht mit viel Schlaf in meinem Saturn Outback (Ich schlaf herrlich im Auto) gings heute zur "SUBWAY". Dieser Ort ist für viele Fotografen ein MUSS. Doch es gibt zwei entscheidende Probleme: Erstens, man braucht ne Genehmigung und von denen werden täglich nur 12 vergeben. Zweitens, man braucht Ausdrauer. Der Weg nach hinten in den Slot-Canyon dauert rund 3-4 Stunden, je nachdem ob die letzte Flutwelle den "Weg" komplett zerstört hat, oder nur teilweise. UND HEY, am Schluss alles wieder zurück. Also bin ich mal losgelaufen - oder besser gesagt, gejoggt, hatte um 22.00 Uhr Schweizerzeit, hatte um 22.00 Schweizerzeit eine Skype-Verabredung mit meiner Liebsten.



Ganz hinten am Ende des "begehbaren" Canyon's, dort wo keine Klapperschlangen mehr wohnen beginnt dann die Subway.

Und als ich dann so 3 Stunden lang über die Felsen stolperte kam ich zu folgendem Entschluss: "Stefan, geh nie mehr als erster Morgen durch die Wälder eines Canyons!" - Ich kann Euch sagen, als Erster schleppt man sämtliche Spinnennetze die über Nacht gewoben wurden mit sich nach hinten zur Subway. Aber Item. Waren ja nur Netze.
Und dann wars endlich soweit: Die ersten Anzeichen der Subway!!

WOW, Ich sags euch, sowas schönes hab ich noch nie gesehen. Und es kommt noch besser.

Und ganz hinten dann endlich; THE SUBWAY!!!


Morgen gehts weiter zum Bryce Canyon - ich hoffe einmal auch dann ne Internetmöglichkeit zu finden.

BILDER VON DER SUBWAY unter www.stefanforster.com / GALLERY / THE SUBWAY

11.10.08 00:48


Meine Ausrüstung

Damit Ihr auch mal seht, mit was ich diese Bilder so aufnehme. Dieses nette Ding ist seit Dezember 2007 mein Eigen, mein Schaaaatzs (Gollum, Gollum)


Eine Vollformat, Canon EOS 1Ds MkIII mit 21,8 Megapixel und, was am Wichtigsten ist, einem Allwettergehäuse mit der grössten Panzerung, die Canon im Moment zu bieten hat. Wenn ich also mal im Regen fotografier oder im Schneesturm macht das dem Ding nichts. Beispielsweise heute im Subway war ich echt froh, denn die Kamera war am Ende plitschnass - ICH AUCH!


Doch 21,8 Megapixel sind ne menge Pixel und die müssen zuerst aufgelöst werden. Dafür verwende ich L-Serie Objektive von 16 - 200mm. Mit zusätzlichem Equipment wie Filter, Stativ, Speicherkarten kommt da schnell mal ein Gewicht von 14 Kilogramm zusammen, die ich IMMER mit mir rumschleppe, doch wer heute noch vom Fotografieren möchte, der MUSS Qualität und zwar beste Qualität liefern. Ob ich jedoch jemals die 30'000 Franken dieser Ausrüstung rausschlagen werde ist ungewiss - dazu kommt noch das Reisen, etc. Ist ein teurer Beruf und dass heute jeder mit ner Digitalkamera rum rennt machts auch nicht einfacher!

11.10.08 00:27


ZION ANGELS LANDING - *ANGST*

Schon lange spreche ich vom Angels Landing Aussichtspunkt im ZION Nationalpark. Heute wars soweit. Gemütlich tuckerte ich im Bus, zusammen mit einem stinkenden, halb nackten, aber extrem netten Holländer und nem Amerikaner, beide rund 65 jährig, an dutzenden von wilden "Turkey's" vorbei. In ein paar Wochen ist Thanksgiving, dann Gobbeln die da nicht mer rum

Beim Ausgangspunkt zum Angels-Landing-Hike angekommen, standen mir sogleich die Haar zu Berge. MANN, ich war schon 4 mal auf Myten in der Schweiz und auch im Kinderbergsteigen, aber DA HOCH!!!!


Es ist übrigens der ganz rechts. Der Berg ist nur wenige Meter breit und links und rechts fällt die Felswand senkrecht 500 und 600 Meter ab.
Nja, ich als Schweizer hatte ja n'Ruf zu verlieren, wir als Alpenländer. Und wenn da selbst ein alter Holländer hochgeht, dann kann ich das auch. Obwohl; der wusste nicht was auf ihn zukommt. Also sind wir mal so 1,5 Stunden den Wanderweg hochgelaufen.

Dann plötzlich sahen wir den Grat zum Angels Landing - und von Weg war da nicht zu sprechen. Nur ein paar Ketten und teils ein paar Stufen, die in den Sandstein geschlagen wurden. Ich also mit meinen beiden Pensionären im Schlepptau voran.



Schnell wurde mir klar: "Stefan, wenn du nach links oder rechts schaust, kriegste n'Höhenkoller - also einfacht auf den Boden schauen und immer schön langsam und easy mit sicheren Schritten und Handgriffen die Felswand hochklettern. Nach weiteren 45 Minuten wars dann soweit, der ANGELS LANDING Point war MEINER - nach 20 min sind dann auch meine Kumpels gekommen.

UND HEY, das ist doch mal'n Aussichtspunkt: NICHT???

Eine Stunde später kam ein Päärchen aus Boston, Sie Deutsche und Er n'Ami, aber einer von der schlanken Sorte. Plötzlich kam der Typ zu mir und flüsterte mir ins Ohr ich solle mit seiner Kamera ein paar Bilder von Ihnen schiessen. Dann rannte er zu Ihr, nahm n'Ring aus der Tasche und die beiden verlobten sich auf dem Angels Landing - also ich hätte noch gewartet bis beide unten sind, denn runter wars noch schwerer, aber die hatten ihren Spass Da waren übrigens lauter kleine Streiffehörnchen - die sind so witzig und klein. Musste natürlich noch ein paar Bilder schiessen. Ich nenn die übrigens BRAVE-Hörnchen, die turnen dort einfach am Abrund herum als wär nichts...



SÄMTLICHE BILDER VOM ZION SIND NUN AUF MEINER WEBSITE

www.stefanforster.com       /     Gallery     /        ZION

10.10.08 04:02


ZION Nationalpark I

Nach einer atemberaubend schönen Nacht im Valley of Fire führte mich der Weg heute Weiter nach Norden zum ZION Nationapark. Doch vorerst heiss es TANKEN. Diese Karre ist zwar geil - vor allem weils ja eigentlich ein Camper ist und ich herrlich darin schlafe - säufft aber für 3. OKE, auf dem Highway komme ich mit 11 Litern zurecht, aber wie Ihr seht sind die Strasse nicht gerade flach. Anyway! Da kam ich also zur nächsten Tankstelle vor dem Highway 15, füllte kurz meinen Tank und beschloss mir, aufgrund der glühenden Sonnenhitze, son Brokeback-Cowboyhut zu kaufen. Als ich mit dem Ding zum Kassier stolperte, merkte der sofort, dass ich nicht von der Gegend bin und alberte zusammen mit seine rundlichen Amerikanischen Arbeitskollegin rum.

Die sind übrigens wirklich fett, die Amis - abgesehen von jenen, die sich wie ich in den Nationalparks rumtreiben. Also der Durchschnittsamerikaner hat den selben Umfang wien Mammutbaum! ABER - und das muss man auch erwähnen, die sind extrem hilfsbereit und wahnsinnig zuvorkommend. Von den typischen Bush-Männchen rennen da nur wenige rum. Also so hab ich das kennengelernt. Und dort wo ich mich rumtreibe ist es schon fast selten, einen dicken Homo-Sapiens-Americanus zu finden.

 Als ich dann so 2 Stunden mit 120 sachen die tollen Laster überholte und nach einer Weile in den Nationalpark abbog fand ich dieses Bild vor.



Nach ner Weile (also weitere 10 Liter verfahren) kam ich dann zu so einem wunderschönen, aber wirklich abartig hübschen ESPEN-Wald (Danke für die Korrektur) im Indian Sommer! WOOOOW, hab den Wagen an der Seite hingestellt, Notlicht an und sofort in'n Wald gerast.









Als ich mich dann erholt hatte gings weiter nach Oben. Am Morgen bin ich auf rund 600 Metern über Meer gestartet, doch mein Höhenmeter im GPS zeigt bereits 2400 Meter über Meer an. Kein Wunder säufft der Wagen so viel!! Oben angekommen wollte ich da eigentlich auf dem kleinen öffentlichen Zeltplatz übernachten, mitten im Wald. ABER da dort nur son typischer Amerikanischer Massenmörder mit seinem Kampfhund campte, raste ich noch kurz zum Aussichtspunkt und dann gleich wieder nach unten.

Unten angekommen wars bereits stockdunkel und ich musste noch 30 Meilen zum nächsten Zeltplatz düsen. Als ich dort ankam stand in grosser Schrift "Campingground full" - ich also fluchend weitere 5 Meilen zum nächsten, letzten Campingplatz und dort die gleiche Geschichte. Nach über 16 Stunden im Wagen wollte ich nur noch schlafen und so schaltete ich die Scheinwerfer aus und fuhr im Dunklen ganz langsam durch den Campingplatz bis ich neben einem anderen Wagen mit Zelt einen ganz kleinen freien Platz fand. Dort kurz hinstellen, Handbremse ziehen und schlafen - und das gratis. Am nächsten Morgen um 6.00 Uhr im Dunkeln wieder weg und alle sind glücklich.

10.10.08 03:40


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